Die Zeiten, in
denen man den Wert der alten Industrieanlagen ignorierte,
sind zum Glück vorbei.
Die Wuppertaler Schwebebahn und der Krefelder Hauptbahnhof
werden heute noch ganz normal für den Alltagsbetrieb
genutzt, jedoch viele andere wertvolle Anlagen wurden für
ihren ursprünglichen Verwendungszweck untauglich.
So fielen in den 1950ger und 1960ger Jahren mehr Immoblien
dem Abbruchhammer zum Opfer als zuvor den Bomben des Zweiten
Weltkrieges.
Es ist beeindruckend, wie viel Mühe sich die Bauherren
gaben, der Architektur ein künstlerisches Anlitz zu
geben. Sicherlich wollten sich auch manche Kapitalisten
mit solchen Bauwerken ein eigenes Denkmal setzen.
Doch das Ruhrgebiet soll kein lebendiges Museum sein. Die
Region muß sich weiterentwickeln. Die hervorragend
restaurierten Immobilien bieten heute Künstlern, Kulturschaffenden
und Sportlern eine neue Heimat.
So wird die Kultur zu einem wichtigen Wirtschaftsgut unserer
Region, denn vom Idealismus allein kann schließlich
niemand leben.